Schulreform a la Wasserball
Man stelle sich vor, Jogi Löw würde elf seiner Jungs - die Migranten nämlich - vorm Anpfiff nach Hause schicken und durch halbtalentierte Eigengewächse ersetzen. Für Platz drei hätte das sicher nicht gereicht. Ähnlich lief es im Juli bei der Volksabstimmung zur Schulreform als die Hamburger Pfeffersäcke unterstützt durch viel Kohle, das Abendblatt und Werbeagenturen gewannen. Um die Pfründe für ihre Sprösslinge zu retten - es geht ums Ganze: zwei Jahre Gymnasium. Die anderen müssen draußen bleiben. Abgestimmt wurde v.a. in den Elbvororten usw., die anderen Stadtteile blieben weitgehend zu Hause. Aus gesellschaftlicher Sicht ein Desaster. In der Hamburger Schullandschaft ist also wieder einmal eine Menge los.
Im kommenden Schuljahr werden nicht weniger als vier Schulen im großen Stil Wasserball spielen. Trotz Desaster.

Was viele Wasserballer der Stadt nicht wissen ist, dass es jedes Jahr ein großes Schulturnier gibt. In diesem Jahr nahmen etwas vierzig Schulklassen teil. Es ist aber nicht mehr als ein Appetithappen. Wenig Nachwuchs bleibt dabei für die Vereine, obwohl alle im Wasser offensichtlich viel Spaß haben. Woran liegt es?
Zum einen daran, dass dieses eine Wasserballspiel im Rahmen des engen Zeitplanes beim Schulschwimmen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Zum anderen daran, dass kaum eine Schule überhaupt die Möglichkeit - genauer: das Wasser - hat, um in dieser Sportart anzutreten. Durch die Zusammenarbeit mit der Schulbehörde und dem Angebot einiger Wasserzeiten, können im kommenden Schuljahr gleich mehrere Schulen Wasserball für ihre Kinder anbieten.
Die Schule Turmweg hat den kürzesten Weg. Das Lehrschwimmbecken liegt auf dem eigenen Schulgelände. Hier wird es einmal in der Woche einen Wasserballkurs geben. Optisch dürfte das erstmal an unsere Aktionen in der Bahrenfelder Schwimmhalle erinnern. Die Frage ist hier natürlich, wie die Kinder dieser Schule später in anderen Schwimmbädern mit dem tiefen Wasser klarkommen werden. Die Schule ist durch Tennis, Hockey und die eigene Schwimmhalle sportlich gut eingestellt. Nicht ausgeschlossen also, dass diese Schule auch in der oberen Tabellenhälfte mitmischt.

Die Louise-Schroeder-Schule in Altona geht aufs Ganze. Sie will Wasserball gleich im Rahmen ihres Sportunterrichtes anbieten. Als Ganztagsschule freut sie sich über das zusätzliche Angebot, dass sie im "Festland" auf der anderen Seite des Schulzauns anbieten kann. Gemeinsam mit unserem FSJler Jan, werden die Sportlehrer ein feines Programm anbieten. Wieviele Klassen dann am Ende des Schuljahres richtig Wasserball gespielt haben werden, bleibt zu berichten.
Ebenfalls im Festland wird die Schule Thadenstraße eintauchen. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Schule und Verein bietet der HTB62 hier einen Wasserballkurs im Anschluss an die Schule an. Jeden Donnerstag gehen zwanzig Kinder anstatt auf den Spielplatz in die Schwimmhalle zum Training.

Keine schlechte Voraussetzung, um der benachbarten Schule Ludwigstraße, die sich bisher als einzige Schule in der Hamburger Wasserballszene breitmachen konnte, Gegenwind zu liefern.
Eben diese Schule Ludwigstraße befindet sich ein einem groß angelegten Fusionsprozess mit der Nachbarschule, der auch ohne Primarschule und gegen Herrn Scheuerl wohl fortgesetzt wird. Die Schule ist eine "Starterschule". (Mehr dazu aber woanders.) Hier geht es darum, dass es dort sechs parallele Klassen gibt und dass man die kaum mit nur einem Kurs ausstatten kann, zumal Wasserball an dieser Schule einen ähnlichen Stellenwert genießt, wie an anderen Schulen Fußball. Dem Zufall und dem Badleiter aus St. Pauli ist es zu vedanken, dass aus dieser Schule jetzt gleich zwei kompakte Kurse Wasserball spielen lernen.
Der HTB62 bietet eine Menge Manpower auf, um diesen vielen Kindern das Wasserballspielen zu ermöglichen. Zentrale Figur ist dabei unser neuer FSJler Jan Wehmeyer, der sich im kommenden Jahr zielgerichtet als Trainer bei uns austoben darf. Der Verein hofft natürlich, durch diese Arbeit ein paar neue Talente zu finden - und ermutigt andere Vereine hiermit sehr, ähnliche Kooperationen aufzubauen. Das ist einfacher als gedacht, dem Hamburger Wasserballsport ist nachhaltig geholfen und der HTB62 bietet umfassende Hilfe an.
Der Rauch des Volksentscheides ist vorerst verzogen. Was das Hamburger Bürgertum mit seiner Mehrheit zunächst einmal zunichte gemacht hat, ist neben einer gerechteren Bildung der Traum von einem Wahlbereich Wasserball in der fünften und sechsten Klasse an der Schule Ludwigstraße: Talentförderung in der Schule und gleichzeitig im Verein und das in der sportlich interessantesten Altersstufe zum Beginnen. Schade, aber mit den vielen vierten Klassen und sehr unterschiedlichen Modellen ist jetzt immerhin ein guter Anfang gelegt. Und wir sind auf das erste richtige Schulturnier seit Langem gespannt.

In den Sommerferein gibt es wieder heiße Trainingstage für unsere Jugend. Das Fitmacherprogramm nach Wochen des Müßiggangs.
Hier informieren
Vom 2. Juli bis 30. August findet leider kein Training in St. Pauli statt. Mehr zum Ferientraining freitags im Kiwi steht in unserem
Forum
Außerdem findet ab Mitte August Jugendtraining im Kaifubad statt. Mehr dazu demnächst hier.
Einladung zur Meisterschaft im
Wikingerschach! Kubb hat als liebste Nebenbeschäftigung einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert erreicht. Jetzt messen wir die Kräfte.
Gut Holz!
Wir fahren
Auf die Bretter
Der aktuelle Spielplan Die nächsten
Spiele
Team Termin Ort
Gegner
Erste 24.8. 20.45 W´burg
ETV
Masters 25.8. 19.00 Olloweg
SVPü50
Erste 26.8. 19.45
Kaifu
ATSV
Der aktuelle Spielplan
.pdf / 120 kB
Zooom
.swf / 80 kB
Flash

Zuletzt aktualisiert am 24. Juli 2010
Wichtige und technische Hinweise im Impressum.

htb62.de-------------------------naturbad-kiwittsmoor.de
© HTB62 Wasserball
wasserball@htb62.de
eMail
Zippp