HTB62 vs. H1N1
Bericht vom Norddeutschen Wasserball Mini-Cup
am 7./8. November 2009 in Wingst
Wieder einmal wackelte die Wingst.
Und das so stark, wie selten zuvor, denn ganze sechzehn Mannschaften spielten mit - darunter natürlich auch der HTB62 und die Ludwigstraße.
Stolze sechzehn Mannschaften kamen zum ersten Norddeutschen Wasserball Mini-Cup zusammen. Das Fortsetzungsturnier der beiden MIni-Ligen in Bremen und Hamburg. Es wurde ein Feuerwerk von Spielen, Toren und Erlebnissen, Erfolgen, Emotionen und Ernüchterungen.

Der HTB62 hatte leider im wahrsten Wortsinne Schwein, denn die neue Grippe schlug mächtig ins Kontor. Dazu kam eine in der letzten Zeit etwas nachlassende Trainingsbegeisterung von einigen Spielern. Das ging nicht nur diesen Mannschaften, sondern einem Großteil der teilnehmenden Klubs so. Umso beachtenswerter, dass es trotzdem keine Absage von einer Mannschaft gab.
Und so bevölkerten acht Teams aus Hamburg gemeinsam den Metronom auf der Fahrt ins Flachland zum gemeinsamen Wasserball spielen. Über die Vorzüge der Wingst wurde an dieser Stelle schon häufig und wird unten weiter berichtet. Aber in diesem Format ging es dort noch nie zu Wasser.

Die beiden HTB62-Mannschaften Orcas und Belugas mussten sich stark ersatzgeschwächt im tiefen Wasser mit den sechs Gegnern aus dem Norden messen. Eine Flut von Spielen in der Vorrunde sorgte für hängende Zungen - und am Ende auch für deutliche Ergebnisse.
Erst in Viertel- und Halbfinale zeigten die Teams den rechten Biss und schafften das Kunststück, dass sie am Ende gemeinsam im Spiel um Platz 5 um die goldene Zitrone spielen durften. Und der HTB62 gewann. Dies war in der Endbetrachtung ein gutes Training, aber auf Grund der Mannschaftszusammensetzung noch keine Vorschau auf den Norddeutschen Wasserballpokal in drei Wochen in Hildesheim. Gewonnen wurde das Turnier von der E-Jugend aus Georgsmarienhütte knapp vor den unglücklichen Cuxhavenern, die in der letzten Sekunde eine 110%ige Chance verdaddelten.

Neben den Vereinsteams sorgte vor allem die Mannschaft der Schule Ludwigstraße für allgemeine Bewunderung. Als reine Schulmannschaft ganz ohne Vereinsspieler schaffte sie es in der Meisterschaft der Flachwasserballer ein Spiel nach dem anderen souverän zu gewinnen. Erst im kleinen Finale war Schluss und die Billstedter schnappten sich den Gewinn, der hier natürlich Platz 9 heißt.
Die Organisatoren vom Bremer und Hamburger Schwimmverband sind mit dieser neuen Veranstaltung zufrieden. Es gab viele interessante Spiele mit Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten. Ein tragfähiges, funktionierendes und nicht zuletzt auch noch bezahlbares Konzept.
Dafür sorgten nicht zuletzt wieder einmal die guten Rahmenbedingungen im Luftkurort Wingst. Wir treffen dort auf eine große und von flexiblem Personal geführte Jugendherberge und auf eine genau richtige, passende Schwimmhalle mit nicht minder nettem und flexiblem Personal.

Für den Oberfauxpas des Wochenende sorgte Philipp, dessen Mobiltelefon noch nicht auf die Winterzeit justiert war und der infolgedessen seine Mannschaft um halbsieben Sommerzeit aus dem Bett jagte. Der Fitness hat diese frühe Stunde - natürlich halb sechs Uhr MEZ - wenigstens nicht geschadet.
Bleibt zu hoffen, dass viele Kinder der Jahrgänge 1999 und jünger im nächsten Jahr wieder bei der Mini-Liga mitmischen und die norddeutschen Schwimmbäder beleben. Für die 98er heißt es jetzt entweder ab nach Hildesheim oder deutlich ernsthafterer Spielbetrieb im rauen Wasser der D-Jugend. Willkommen.
Der Wasserballtempel dieses Wochenendes.
Und es geht auch gleich sehr sehenswert los.
Hier kommen ein paar Impressionen des Mini-Cups.
Timo hatte seinen großen Einsatz als Coach.
Das sorgt für Laune: Ein lauter Gimmi vor jedem Spiel.
Ganz in grün starteten die Kinder der Schule Ludwigstraße, die an diesem Wochenende ausgesprochen erfolgreich spielten.
Wieder einmal Mittelpunkt der Erde: Die Rutsche!
Von wegen: Hier herrschte zwei Tage Belagerungszustand.
Siegerehrung.
Tschüß Wingst.
Das Teamfoto Orcas und Belugas
Das Teamfoto Schule Ludwigstraße
Ergebnisse und Tabelle