Das Wunder von Wilhelmsburg
Bericht vom Spieltag um den Hamburger Wasserball-Pokal
am 6. April 2004 in Wilhelmsburg
Endlich mal eine richtig nette Schlagzeile unser Ersten Mannschaft. Im letzten und entscheidenden Spiel der Vorrunde im Hamburger Wasserballpokal gewann das Team in einer Zitterpatie sensationell gegen den favorisierten SZ Elmshorn.
Das erste Mal seit Jahren fliegt der HTB62 nicht in der Vorrunde raus.
Seit zwei Wochen zuvor das Spiel gegen den vermeintlich leichten Gegner Sportteam 2 im Viermeterschießen mit 3:4 verloren ging und das Spiel gegen SVP5 erwartungsgemäß gewonnen wurde, war die Sache eigentlich geregelt: Gegen Elmshorn wird verloren und wir sind wieder mal draußen! Und das war auch vor dem Spiel klar und keiner kam so recht motiviert in die Halle.
Es war eine harte Partie von der ersten Sekunde an. Hypernervös wurde jeder Gegner pressgedeckt und bereits an der Mittellinie abgefangen. Obwohl der erste Treffer durch Viermeter an den HTB62 ging endete das erste Viertel bereits mit einem Rückstand von 1:2 für Elmshorn.
Im zweiten Spielviertel ging das muntere Bomben der Elmshorner aufs HTB62-Tor weiter und es stand am Ende 2:4, wobei widerum jedes Team einen Viermeter einstreichen konnte.
Erst jetzt begann Volker, der das Spiel coachte, eine konsequentere Vorgehensweise einzufordern. Ab sofort sollten zwei Centerspieler den Gegner verunsichern und die Deckung noch deutlicher vorgenommen werden. Die Elmshorner kamen trotz einiger Abwehrfehler nicht mehr so deutlich zum Zug wie zuvor und das Viertel endete ausgeglichen mit 1:1, so dass Elmshorn per Saldo weiter mit zwei Toren führte.
Wieder einmal Pokalende in der Vorrunde also.
Drei Minuten vor Schluss versenkte Nachwuchshoffnung Paul den Ball gekonnt durch Zufall im elmshorner Tor und plötzlich schöpfte das Team Hoffnung. Vielleicht gibt es ein Unentschieden und dann ein erneutes Viermeterschießen...
Ab jetzt wurde Elmshorn bereits beim ersten Angriffchen versenkt und pressgedeckt. Nachdem Tim in der letzten Minute der Ausgleich gelang wurde es quirliger: Jetzt bloß nichts anbrennen lassen!
(Hier wird es Zeit, eine Klammer zu öffnen und an das Sportteamspiel vor zwei Wochen zu erinnern. Christian-mit-dem-Wurfhammer war der Held, der ausgerechnet das entscheidende Tor im Viermeterschießen und damit die sichere Chance auf ein Weiterkommen vergab. Und das hat ihm wirklich zugesetzt! An weitere 4m-Patzer wird hier fairerweise nicht erinnert... Klammer zu.)
Zurück zur letzten Spielminute. Beide Teams deckten sich fast zu Tode und der Ball flog im Mittelfeld herum. In der letzten Nanosekunde des Spiel packte Christian den Ball und fetzte ihn aus 19 Metern Entfernung in den unteren Winkel des Elmshorner Tores!
Spielende.
Die Wilhelmsburger Halle stand Kopf. All die anwesenden Wasserballer der anderen Teams des Spieltages trauten ihren Augen kaum und Chrischi war mehr als rehabilitiert.
In der kommenden Zwischenrunde trifft die Erste Mannschaft voraussichtlich auf Winsen und SVP3. Ab jetzt geht es in jedem Spiel um alles oder nichts.
6. April HTB62 Erste - SZ Elmshorn
6:5 (1:2, 1:2, 1:1, 3:0)