"Überzahl!"

Unter diesem Namen soll der neue Förderverein firmieren, den zehn aktive Wasserballer am 2. Advent im Café Miller gründeten. Das ging erstaunlich schnell, denn 1. sorgten eine intensive Planung und 2. die Auswirkungen von der Geburtstagsfeier am Vorabend bei Volker für eine kompakte Gründungsversammlung.

Da gab es diese Idee mit dem Förderverein. Die war nicht schlecht. Es stand auch nie in Frage, was der Zweck dieser Insititution sein sollte. Ebenso die Personalfragen und die rechtlichen Details und natürlich auch die Location des Gründungsaktes standen wie selbstverständlich fest und sorgten für keine Aufregung.
Aber:
Wie nur soll das Kind heißen?
Alles wird teurer: Kaffee, Benzin, Bademoden. Und damit wären wir schon fast beim Thema. Wenn die HTB62-Wasserballer so weitermachen wie bisher, dann könnte dieser Sport bald eine kostspielige Angelegenheit werden. Überregionale Turniere und Spiele verursachen Fahrtkosten, Trainingslager und Extra-Trainingseinheiten müssen finanziert werden, neue Kappen und Hosen fallen nicht vom Himmel und auch Sportgerät will erneuert werden.
Mit einem Förderverein kann unseren nicht so wohlhabenden Familien geholfen werden, wenn bereits die dritte, tolle Wochenendfahrt für die Kinder in diesem Jahr ansteht. Unabhängig von bürokratischen Hürden können kleine bis große Sponsoren durch diesen Verein angesprochen werden.Und nicht zuletzt kann dem HTB62 finanziell unter die Arme gegriffen werden, wenn es mal teurer wird.
Der Vorstand des HTB62 begrüßte die Aktion und so stand einer Gründungsversammlung nichts im Wege. Höchstens die Tatsachen, dass 2. Advent war und damit der graue Sonntag nach Volkers fröhlichfeuchter 70er-Jahre-Geburtstagsfete.
Das merkte man einigen, gerade aus dem Bett gekrochenen Anwesenden auch an.
Um so besser, dass die grobe Arbeit bereits lange vorher erledigt war und nur noch das Wesentliche abgenickt und zu Protokoll genommen werden musste.
Schwierig war einzig die Frage nach dem Vereinsnamen - und da kamen die schmerzenden Köpfe ins Rauchen. Der Vorschlag "Klub 62" wurde abgelehnt, weil der Kiez zwar um die Ecke läge, man aber nicht den Namen eines einschlägigen Etablissements annehmen wollte - auch im Hinblick auf die Sponsorensuche...
Nach mehreren Anläufen bekam der Vorschlag "Überzahl!" von Sven die Mehrheit und so heißt der Laden jetzt.
Nach 35 kurzweiligen Minuten waren die Soft-Drinks leer und der Gründungsakt abgeschlossen. Es beginnt jetzt der Spießrutenlauf durch die Ämter: Der Verein muss beim Amtsgericht eingetragen werden und die Gemeinnützigkeit beantragt werden. Wenn alles gut geht, wird bereits im Januar die erste Mitgliederversammlung abgehalten und ordentlich Werbung gemacht.
 


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