Im Osten nix Neues
Der HTB62 auf Turnierreise am 13./14. November 2004
zu den Lederhexen nach Rostock
Es hat schon eine kleine Tradition in diesem Klub. Wenn es um die Wurst geht, wie hier auf einem Turnier, dann zeigen die Kleinsten dem ganzen, erstaunten Rest, wie es geht.
In Rostock erlebten HTBer aller Altersklassen beim Lederhexen-Turnier eine Menge Wasserball und Wasserballtrainer.

Bei den Lederhexen sind wir Stammkunden. Kein Wunder, denn es gibt hier gute Turniere in allen Alters- und Gewichtsklassen, man kommt gut hin und weg und meistens ist die Stimmung auf der Rückfahrt besser, als auf dem Hinweg.
Das war auch in diesem Jahr so, denn der HTB62 schleppte drei Pokale zurück. Den Größten holten sich die D-Jugendlichen von den Piranhas. Sie sorgten für die spannendsten Spiele.

Das Teilnehmerfeld der D-Jugend bestand nur aus vier Mannschaften. Neben den vom Kiwi-Cup bekannten Lederhexen und Brandenburgern waren noch die Schöneberger aus Berlin am Start.
Die Lederhexen spielten tapfer, waren aber ein leichter Gegner. Das war ein Glück, denn wirklich eingespielt waren die Piranhas zu Turnierbeginn nicht. Erst mit den Brandenburgern wurde es spannend. Die härteren Gegner forderten eine bessere Konzentration. Mit 4:6 wurde gewonnen und damit eine offene Rechnung aus dem August beglichen. Die Schöneberger hatten Spieler im Wasser, die behaarter als Guido waren. Das sorgte für Respekt bei den Piranhas und für Unglauben bei den Trainern.

Masse ist nicht gleich Klasse.
Beweis: 6:10 gewannen die Piranhas gegen die frühreifen Berliner. Der Grund war jetzt die kleverere Spielweise und mit drei Siegen ging es in die Rückrunde.
Bis auf ein Unentschieden gegen Brandenburg konnten die Piranhas alle Spiele gewinnen und standen schließlich als Turniersieger fest.
Glückwunsch.

Die C-Jugend hatte mit Wedding und HSG Uni Rostock anspruchsvolle Gegner in der Liga. Es gab harte und spannende Spiele, die oft knapp aber doch verdient verloren wurden.
Die offene Klasse ist eine Lederhexen-Erfindung, die bei den begleitenden Betreuern besonders beliebt ist, denn hier kann ins Wasser, wer will. Der HTB62 ging mit Dennis, Gregor, Philipp, Steffi und der unausgelasteten C-Jugend an den Start und erlebte Hochs und Tiefs.
Es ist festzustellen, dass Rostock die Reise wert war. Zwar hängt der Leistungsanspruch nicht so hoch, aber es ist ja auch mal schön, ein Turnier ohne Druck spielen zu können.
Es zeigt sich aber auch, dass Gegner und deren Betreuer manchmal auch ohne diesen Druck ein wenig zu ernsthaft an die Arbeit gehen. Es muss wohl eine zufällige Klub-Konstellation auf dieser Veranstaltung gewesen sein, aber oft waren wir alleine kopfschüttelnd Beobachter merkwürdiger Philosophien am Beckenrand.

So sieht´s aus, wenn der HTB62 eine ganze obere Etage im Doppeldeckerzug unter Beschlag nimmt.
So sieht´s aus, wenn Ben mit einem ach so verstauchten Finger einen Ball hält und wieder loswerden will.
In Rostock spielt man in der C-Jugend immer noch in rosa. Hier ballert Philip aufs Tor.
Dennis übernahm das Coaching der Flippas, die wie immer dankbar zuhörten.
Martin kämpft sich gerade mit einer bekennenden Lederhexe ab.
Nach dem Spiel sparte Dennis nicht an Kritik und verlor so manch ernstes Wort.
Das hinderte unsere Stars natürlich nicht, sich auf der Tribüne tüchtig daneben zu benehmen und das Interieur zu verwüsten - wie Stars eben so sind.
Trainer und Spieler im Größenvergleich.
Abends ging es wie im vergangenen Jahr in die zeitgemäß ausgestattete Sporthalle der Heinrich-Schütz-Schule.
Hier war der Spieleabend eröffnet: Marvin und Luca setzen die Seeschlacht theoretisch fort.
Raoul chillt, Marvin schmökt.
Wir spielen Tabu, wo viele Worte im Hals stecken blieben.
Oder das Kathedralespiel.
Oder Doko - Martin hat eine Herz 10.
Nur dieses Kind wollte nicht leise spielen und tobte ganze drei Studen in der Halle rum. Das war laut und nervig, fiel aber nicht ins Gewicht, denn der SC Schöneberg (auch inkl. des verständnisvollen Trainingspersonals) machte ebenfalls drei Stunden Lärm und ließ einen Ball dauernd durch die Halle fetzen. Reichlich Lärm gab es auch in den Gängen wo Paul und Philip sich gnadenlos mit ihren leeren Schlafsackwürsten bekriegten. Das war laut und heftig, aber beiden brachte es offensichtlich Spaß...
Und wo zweifelhafter Spaß ist, finden sich auch Zuschauer - hier unsere Mädels...
..und hier zwei weitere Schaulustige.
Dann war endlich Zeit für...
...Licht aus. Trotz Taschenlampe.
Am nächsten Morgen ging der Ärger im Wasser weiter.
Die Großen dopten sich mit giftgrünem Multivitaminzeug.
Hee, Schiri, sieh mal, was der fiese 7er mit unserem Spieler tut. Ach ja, Ball loslassen...
Gregor lässt nichts und niemanden an sich vorbei.
Wie immer sind die Lederhexen gut mit Pokalen ausgestattet.
Und die beiden Kleinsten dürfen ihren Pott holen.
Ergebnisse und Tabellen:
HTB62
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