Die Wanne ist voll
Der dritte Spieltag der Mini-Liga am 3. April 2004
in der Schwimmhalle Turmweg
Viele Fragen vor dem dritten Spieltag der Mini-Liga: Schaffen die Orcas im Spiel gegen die Verfolger aus Altona die Verteidigung der hauchdünnen Führung? Kriegen die jungen Tsunamis auch mal einen Punkt? Würde die winzige Halle am Turmweg, in der zum ersten Mal Wasserball gespielt wurde, den Ansprüchen gerecht werden?
Eins war aber von vornherein klar: Es wurde ein Wahnsinns-Gewusel.

Die Schwimmhalle am Turmweg ist alltags eine Schulschwimmhalle - oder besser: Ein Lehrschwimmbecken. Weil es aber in der Mini-Liga auch einen Spieltag geben sollte, an dem alle Mannschaften gleichzeitig teilnehmen sollten, wurde diese Halle für einen Sonnabend-Vormittag flugs angemietet. In diesem Zusammenhang einen Dank an die Schule und deren Hausmeisterfamilie. Die Halle erwies sich trotz des sehr kleinen und flachen Beckens als gerade noch wettkampftauglich und spielbar.
Fünf Spiele standen auf dem Plan, darunter auch das erwartete Spitzenspiel der Orcas gegen die Kraken. Zunächst durfte jedoch unsere Schulmannschaft, die Tsunamis, ins Wasser. Dieses Team ist sehr jung und sammelt zurzeit sehr verbissen doch leider bisher punktlos Lehrgeld. Und so wurde das Spiel gegen die starken Haie zu einer Einbahnstraßenpartie auf das Tsunami-Tor. Viele Abwehrfehler verschafften den Haien oft freie Bahn. Ein Ball nach dem anderen wurde direkt ins Netz gebombt. 18 mal mussten die Torhüter nach zwei Halbzeiten hinter sich greifen. Etwas geknickt und zerfetzt verließen die Tsunamis das Becken, vor allem weil es heute noch gegen den Tabellenführer gehen sollte.
Eben der Tabellenführer stand aber zunächst vor dem heiß ersehnten Spiel gegen die Kraken, dem Verfolger in der Tabelle. Die waren gerade erst vom ETV geschlagen worden und wollten es jetzt erst recht wissen.
Es wurde ein hartes Spiel. Die Orcas hatten zwar zwei wahrlich kräftige Trümpfe (Gordon und André) und mehrere flinke Spieler, aber auch die Kraken setzten starke Spieler ein. Nach der ersten Hälfte stand es 4:4 und es blieb wirklich ausglichen und spannend bis kurz vor Schluss.
Vielleicht hatten die Orcas einfach mehr Glück. Sie hatten jedenfalls drei Tore mehr versenkt und konnten ruhig das Spiel gegen die Tsunamis angehen.
Und das sollte für die Orcas nicht einfach werden, denn erstens wurde die Spielerzahl auf das Minimum reduziert und zweitens coachte der Trainer in Personalunion die gegnerischen Tsunamis, denn dort waren doppelt so viele Spieler und zehnmal so viel gute Tipps notwendig.
Und die Tsunamis schlugen sich ganz prima. In der ersten Halbzeit stand es lange ausgeglichen, bis die Orcas sich konzentrierten und die blöden Abwehrfehler nachließen.
Fünf Spiele brachten die kleine Halle zum Beben. Viele Eltern vergnügten sich am Beckenrand und staunten über den sich austobenden Nachwuchs. Zwei Reporterinnen vom Abendblatt führten Interviews mit den erstaunten und glücklichen Goalgettern. Unsere ältere Jugend zählte die Tore und führte Protokoll. Und unsere Eltern schmissen vor der Tür ein feines Kaffee- und Süßigkeiten-Buffet zu Gunsten unserer Jugendkasse. Ihnen allen vielen Dank für diesen gelungenen Spieltag der laufenden Mini-Liga.

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Die Orcas beim Briefing.
Bericht im Hamburger Abendblatt:
Ergebnisse
ETV FuFighters ATSV Kraken
8:6
HaieTsunamis
18:2
HTB62 Orcas ATSV Kraken
8:6
ETV FuFighters Haie
8:9
HTB62 OrcasTsunamis
9:3