Schnelle Ritte übers Feld
Bericht vom Spieltag der Hamburger Meisterschaft
am 16. November 2004 in Elmshorn
Es geht voran! Geht es voran? Im Oberligaspiel gegen Elmshorn stand die Erste wieder einmal fitten Gegnern gegenüber.
Ein Bericht von Christian Landmann.
Ein Schuss daneben. Der Ball ist in Bildmitte.
Das Feld kam uns wie immer so ziemlich zu groß vor, so dass wir uns auch diesmal fragten, ob denn 30 Meter in Elmshorn etwas anderes bedeuten, als in Hamburg!?! Wie es auch sei, man versicherte uns von mehreren Seite, dass auch dieses Feld "nur" 30 Meter lang sei! Glauben konnten wir es dennoch nicht!
So verlief das erste Viertel dann doch ziemlich ruhig, wie eigentlich auch das gesamte Spiel, zumindest, was die Entscheidungen des Schiris (freundlicherweise übernahm dieses Amt einer aus Elmshorn) anbelangen. Das Verhältnis der persönlichen Fehler ist nach Abpfiff auf dem Protokoll mit 0/2 (!) nachprüfbar! Unser erster Treffer kam von mir (Christian) und war wohl eher mit "das Ergebnis ist, was zählt" zu bezeichnen, denn der Ball schlitterte über 3 Meter unter den Armen des Torhüters durch! Nicht schön, aber es zählt!
Das zweite Viertel ereignete sich dann etwas energischer aus unserer Sicht und auch bei diesem Spiel hat man wieder gesehen: "In der Ruhe liegt die Kraft". Wieso? Sobald wir, wenn wir denn die Hürden der weiten Wege bis vor das gegenerische Tor überwanden, einen halbwegs vernünftigen Halbkreis gespielt haben, hat es gefunzt. Wir konnten nach exakt 11 Minuten mit einem Treffer von Paule auf 3:3 ausgleichen, nachdem 1 1/4 Minuten zuvor uns Guido (ihr erinnert den kleinen haarigen Italiener, der noch immer bei uns spielen darf, aufgrund eines "Sonderabkommens" im Hamburger Schwimmverband?) nach einem grandiosen Pass von Svenno durch direktes "Überkopfleiten" ohne vorangegangenes "Italienstile" "Balldrehen-auf-der-Hand-vorm-Schuss" zum Torerfolg kam. 37 Sekunden später folgte durch mich (Christian) der Führungstreffer, der einzige Führungstreffer unserer Mannschaft am heutigen Tage. :(
Elmshorn konnte kurz vor der Halbzeit noch den Ausgleich schaffen und damit stand es nunmehr 4:4.
Zweite Halbzeit und damit Beginn des "Zitterns vor dem Einbruch". Wieso? Erinnerst du noch das Pokalspiel vom Sommer, wo wir im Halbfinale ebenfalls gegen Elmshorn gut gespielt haben, aber im dritten Viertel regelrecht durch Konter abgeschossen wurden, die uns dann auch ein glücklicheres Ende verwehrten? Damals hieß es in genau diesem 3.Viertel 5 Tore für Elmshorn und 0 Tore für uns!
Diesmal schafften wir zumindest 1 Tor. Alex war es, quasi von der Eckfahne. Ich frage mich wahrscheinlich mein ganzes Leben lang, wie sowas gehen kann!
Problem an der Geschichte: Elmshorn hat auch getroffen. Wieder über Konter. Wieder fünf mal. Also stand es 9:5 für SZE.
Wir wechselten uns ab in diesem vierten Viertel - mit Tore schießen. Eins für Elmshorn, noch eins für Elmshorn, eins für uns. Knapp 3 Minuten vor Schluss kam das Tor von Daniel. Diesmal war es unser Konter, wovon wir in diesem Spiel übrigens einige geschwommen sind aber auch ab und an mal derbe Pech vor der gegnerischen Hütte hatten. 11:6 für Elmshorn. Wieder eins für Elmshorn, eins für uns - nach mehreren "Ritten" über das Feld ohne Ergebnis gelang es dann ebenfalls im Konter. Und wieder eins für Elmshorn. Macht im 4.Viertel 4 Tore für Elmshorn und 2 für uns. Wir hätten vielleicht mit dem Tor anfangen sollen in diesem Viertel!?! Nunja, so stand es halt am Ende der 28 reinen Minuten 13:7 für Elmshorn. Und wieder haben wir ein Lob aus der SZE-Ecke bekommen. In eineinhalb Jahren seien wir doch bestimmt in der Lage, den SZE zu schlagen. So klang es von deren Trainer.

Mit dabei auf unserer Seite: Dennis, Alex (1), Matzi, Carsten, Paul (1), Philip, Guido (1), Daniel (1), Sven, Gregor, Bernd und Christian (3).
16. November SZ Elmshorn - HTB62 Erste
13:7 (2:1; 2:3; 5:1; 4:2)