Saisonabschluss der besonderen Art
oder: Gurkentopf im Olympiastützpunkt
Fanni meldet sich mal wieder mit einem Bericht
Wie für die Zweite so üblich, fuhren Ulli und ich los, ohne zu wissen, ob wir wegen zu geringer Spielerzahl überhaupt Kontakt mit dem Wasser aufnehmen würden. Vier Damen, zwei Jugendliche und Klaus hatten sich auf den Weg gemacht, um Billstedt zu zeigen, was eine Harke ist.
Am Olympiastützpunkt angelangt, waren wir durchdrungen vom tiefen Gefühl, mit all den wichtigen Athleten in Athen verbunden zu sein. Die Euphorie kannte keine Grenzen!
Die Frage, ob das Spiel vorzeitig abgepfiffen würde, wenn ich beim ersten Anschwimmen eine Besinnungsrunde schwimmen würde, gärte in mir - um deutlicher zu werden: Beim Vielseitigkeitsreiten weiß man, wie man ohne viel Aufwand hoch verliert! Ganz im Gegensatz zu uns, wir verlieren immer unter maximalen Anstrengungen.
Nun gut, wir sammelten uns am Beckenrand und Nico Scharnagl ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, als wir ihm unterbreiteten, dass er die Spieler-Identifizierung an Hand von Haarlänge und Ausschnitt-Tiefe vornehmen müsse, denn - unsere Kappen waren irgendwo, nur nicht am Beckenrand. Sollte nicht so schwierig werden, denn wie gesagt, wir waren ja nicht so viele.
Weiterhin also kein Entrinnen!
Anpfiff: Und die Herren aus Hamburgs Osten merkten augenblicklich, dass sie es mit einem ganz besonderen Gegner zu tun hatten. Auf die Frage eines Gegenspielers, was wir denn für eine Combo seien, fiel mir auch nur ein, dass wir die versammelten Gurken vom HTB62 seien.
Die Billstedter schwammen im Rückwärtsgang und forderten uns immer wieder auf, den Ball endlich zu nehmen, weil sie sich sonst im Angriff nicht mehr zurückhalten könnten. Dass sie uns noch die Hand führten, fehlte noch. Danke Jungs für die Trainings-Einheit!
Zur Halbzeit fragte Nils, ob wir Verstärkung wünschten - es ist mir unerklärlich, wie er auf die Idee kam - Nils falls du das liest: Nochmal vielen Dank!

Immer wieder ermahnten sich die Gegner, das dämliche Angriffsschwimmen und uns doch spielen zu lassen. An der Mittellinie wurde das Angebot, ob wir uns das nächste Mal nicht lieber auf ein Bier treffen sollten, zustimmend aufgenommen. Zur weiteren Ermunterung zimmerten sie in regelmäßigen Abständen den Ball an die Latte, so dass die Partie mit 2:11 ein passables Ende fand.
Ich weiß nicht wie die Stimmung bei der Ersten im Kaifu war, eins steht fest die Olympia-Party feierten wir.

Fanni