Die Orcas sind Hamburger Meister
Bericht vom Play-Off der Mini-Liga (E-Jugend) am 6. Juni 2003
Bei strahlendem Sonnenschein wurde im Billstedter Freibad der erste Meister der Mini-Liga ermittelt. Es sollte ein kleines Play-Off werden, bei dem die Mannschaften noch einmal in gehobenerem Ambiente gegeneinander antreten sollten. Nach Absage der Haie blieben die drei erstplatzieren Teams übrig. Der guten Zusammenarbeit mit der Bäderland war es zu verdanken, dass ein vom Format und Wassertemperatur passendes Freibecken gefunden wurde. Annähernd perfekte Bedingungen für Mini-Wasserball wurden geboten und auch genutzt. Neben den drei Mannschaften fanden sich mehrere schlachtenbummelnde Eltern und natürlich die Bevölkerung von nebenan ein.

Zunächst wurde eine Finalrunde nach dem Schema "jeder-gegen-jeden" zur Ermittlung der beiden Finalisten gespielt. Dabei zeichnete sich im ersten Spiel eine deutliche Überlegenheit der Orcas gegenüber dem Altonaer TSV aus. Vor allem der frisch aus dem Trainingslager kommende Calil Lopes erwies sich hier als Schrecken der gegnerischen Torwarte.

Im zweiten Spiel waren es die Tsunamis, immerhin die amtierenden Meister der Hamburger Grundschulen, die gegen die Orcas bestehen sollten. Auch sie taten sich erwartungsgemäß schwer und kassierten 13 Tore, wobei aber auch ihnen ein Ehrentreffer gelang. Es war also nun klar, wer als erster ins Finale einziehen sollte. Blieb das entscheidende dritte Spiel der Tsunamis gegen Altona, die in der Zwischenzeit ihre Wunden geleckt und sich auf ihre Stärken besonnen hatten.

Ebenfalls mit 13:1 gingen die Spieler auseinander. Bester Werfer war der Torschützenkönig der Liga Niklas Krukenberg, der allein 9 Treffer landete und so eine Menge Frust aus dem ersten Spiel abarbeitete. Dass bis auf die Zähne gekämpft wurde, beweist die Tatsache, dass Tsunami Mustafa einen Zahn einbüßte. Keine Panik: Wir sind in der E-Jugend - es war ein fälliger Milchzahn.

So blieb das Finale und zu Beginn siegessichere und leicht cool wirkende Orcas. Doch hoppla, was war das? Nach gerade mal drei Minuten führten die Altonaer mit 2:0 und das völlig verdient, denn die Abwehr der Orcas war mehr als desaströs. Kurz vor der Pause konnten die vermeintlichen Favoriten gerade mal einen Anschlusstreffer landen. Es wurde ein Herzschlagfinale, denn bei Abwehren standen nach der Pause perfekt. Nach dem Ausgleich in der zehnten Minute konnte die Orcas erst in den letzten beiden Spielminutenihre Killer-Querpässe anbringen und den Ball zweimal im Tor der Altonaer versenken.

Nach dem packenden Finale wurden am Beckenrand die Sieger geehrt. Tränen der Freude und der Frustes konnten mit den hübschen Mini-Liga-Shirts, die alle Aktiven bekamen getrocknet werden. Außerdem bekam jede Mannschaft einen Ball geschenkt - logisch: in grün.

Abschließend bleibt vor allem den Trainern und Lehrern zu danken, die sich auf das Abenteuer "Mini-Liga" eingelassen haben. Eine Menge Geduld und Schweiß waren nötig. Gedankt werden muss auch Schiedsrichter Flemming Bäthge, der sich nun ein Spezialgebiet erpfiffen hat, über dass kaum ein anderer Schiri verfügt. Unser Rundenleiter hat beim Anblick der Mini-Liga-Protokoll sicher oft mit den Zähnen geknirscht - immerhin waren die Ergebnisse lesbar; danke fürs Verständnis. Und es bleiben die Eltern, die schließlich für die einmalige Stimmung am Beckenrand sorgten und oft helfen eingriffen.

Im Januar geht´s wieder los bei unseren Kleinsten. Wer ist dabei?

Ergebnisse
HTB62 OrcasAltonaer TSV
10:1
HTB62Tsunamis
13:1
Altonaer TSV Tsunamis
13:1

Finale:
HTB62


Altonaer TSV

4:2